Mittlerweile zum Mega-Event expandiert, ist das Wacken Open Air auch eine logistische Mega-Herausforderung. An sieben Tagen werden lt. Veranstalter in diesem Jahr 85.000 Menschen empfangen, versorgt, beschallt, bespaßt und transportiert – voraussichtlich bei traditionell friedlichem Miteinander.
Das Festivalgelände samt sieben Bühnen ist heute gigantische 360 Hektar groß und hat dadurch mehrere „akustische“ Anrainer. Auch der Besucherstrom fließt aus allen Himmelsrichtungen durch die umliegenden Orte zu, und so manches Dorfleben gerät vorübergehend in Wallung.
Vor 36 Jahren zündete im beschaulichen Wacken die Idee für das Festival, und dort begann es ein Jahr später auch: Bescheiden, in einer Kiesgrube mit lokalen Bands in einem Bierzelt – was für eine Erfolgsgeschichte!
Wer das W:O:A für sich zum Urlaub erklärt, konnte bereits am vergangenen Sonntag die Zelte aufschlagen. Viele Camper richten und stimmen sich schon mal mit Acts auf den kleineren Bühnen oder Metal-Karaoke ein, bevor es am Mittwoch dann auf den „Faster“-, „Harder“- und „Louder“- Stages richtig zur Sache geht. Für Soundpausen: Wacken-Radio sendet 24/7 aus über 30 Jahren Festival-Geschichte. Eine Woche Metall satt auf die Ohren – das geht nur hier, in Wacken!
Mit den Mainacts wird der Mittwoch zum Hauptanreisetag. Die Veranstalter empfehlen, die kostenfreien W:O:A-Shuttlebusse zu nutzen, die regelmäßig zwischen dem Bahnhof Itzehoe und dem Festivalgelände verkehren. Dadurch wird am Ende der Veranstaltung auch der abfließende Besucherstrom aufgefangen. Am Sonntag, den 2. August pendelt der Shuttle nahtlos zwischen 05:00 Uhr und 14:00 Uhr. Hier geht`s zum Fahrplan.
Sonderzüge im Einsatz, aber Umstieg in Pinneberg erforderlich
Die nordbahn ist der Anschlusspartner in Itzehoe und wird dort mit verstärkten Zügen in Richtung Hamburg ablegen. Außerdem werden zur Abreise zwei nächtliche Sonderzüge eingesetzt, die am 1. August um 3:10 Uhr und am 2. August um 3:07 Uhr ab Itzehoe starten und um 3:46 Uhr in Pinneberg sind. Dort geht es dann weiter mit der S-Bahn um 4:09 Uhr. Denn ab Pinneberg müssen Reisende zum Hamburger Hauptbahnhof die S-Bahn und Ersatzbusse nutzen. Grund ist eine Streckensperrung wegen erheblicher Baumaßnahmen der DB InfraGO in Hamburg. Hier geht’s zum Sonderfahrplan der nordbahn. Die Abfahrtszeiten der nordbahn-Sonderzüge sind ab morgen (29. Juli) in den digitalen Auskunftsmedien zu finden.
Fotos:
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