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Barrierefreie Verbindungen

Der nordbahn-Kundenservice ist nah am Geschehen und damit nah am Menschen. Vor Kurzem erreichte das Team hinter "moin@nordbahn.de" eine etwas andere E-Mail.

Ein junger Mann fragt an, ob es möglich ist, Flyer in unseren Zügen auszulegen. Es gehe um Barrierefreiheit, seinen Blog, ein Projekt, ein Hobby und ein persönliches Anliegen. Er bittet die nordbahn höflich um Unterstützung – Barrierefreiheit hat schließlich mit Mobilität und damit auch mit der Bahn zu tun.

Seine Anfrage landet auf meinem Marketing-Schreibtisch. Es gibt Vorschriften. Einfach ein paar Flyer von irgendwem ausdrucken und auslegen, das geht nicht. Aber ich verstehe: Dem jungen Mann geht es um Reichweite. Er möchte, dass möglichst viele Menschen auf die Bedeutung von Barrierefreiheit als Lebensqualität aufmerksam werden. Und er möchte noch etwas: Von möglichst vielen Menschen Fotos von Fahrstühlen zugeschickt bekommen. Für seinen Blog. Ist das nicht ein bisschen zu speziell für unseren nordbahn-Themen-Kosmos?

Ich besuche Hendrik Sandmanns Blog. Ja, es ist speziell und zugleich erfrischend klar und einfach formuliert. Hendrik stellt sich seinen Blog-Besuchern ohne Umschweife vor: Rollstuhlfahrer + Asperger-Syndrom = Spezialinteresse für Aufzüge und Interesse an Barrierefreiheit. Ist doch logisch, oder?

Ich nehme Kontakt zu Hendrik auf, frage ihn, ob ich hier von ihm erzählen darf. „Großartig, fantastisch, eine wunderbare Möglichkeit, auf mich aufmerksam zu machen, ich freue mich riesig!“ Ich bitte ihn auch, kurz seinen Fokus zu schildern. Worum geht es ihm eigentlich? Eher um Aufzüge oder um Barrierefreiheit? „Es sei bei ihm eine tolle Mischung aus Faszination für Technik und der Wichtigkeit von barrierefreien Wegen.“ Und da ist sie wieder – diese Folgerichtigkeit, diese Konsequenz in seiner Argumentation.

Gut, Hendrik habe ich schon mal verstanden. Nun braucht es noch einen Bogen zu einem Mehrwert für unsere nordbahn-Blog-Leser. Denn die sollen ja nicht nur was tun (Hendrik ruft jeden auf, ihm doch bitte Fotos von Fahrstühlen zu schicken), sondern auch aktuell informiert, inspiriert und unterhalten werden.

Ich schaue mich ein bisschen in der Medienlandschaft um und tatsächlich kocht das Thema ganz aktuell wieder einmal besonders hoch: Barrierefreiheit, Barriereservice, Barriereversagen, sogar um Aufzüge insbesondere geht es. Stimmt, ohne Fahrstuhl ist die Reise für Rollstuhlfahrer vorbei, bevor sie beginnt und lästig für Reisende mit Gepäck. Teilhabe und Teilnahme setzt voraus, eine barrierefreie Verbindung haben zu können. Und darüber sollten wir uns ohne Hürden und Vorbehalte verständigen können. Einfach mal Kontakt aufnehmen, anklopfen – so, wie Hendrik es getan hat. 

Aber was springt für unsere Blog-Leser dabei heraus? Wurde informiert, inspiriert und unterhalten? Vielleicht schon, nur auf ganz andere Weise als gewohnt. 

Viele weiterführende Informationen zum Thema Barrierefreiheit im Bahnverkehr findest du übrigens hier: nordbahn.de/service/barrierefreies-reisen.

Und hier der Aufruf für Hendrik:
Sende deine Fahrstuhlbilder bitte an Hendrik Sandmann. 

Hendrik Sandmann

Anleitung, Vorgabe und Beispiele findest du in seinem Aufzug-Blog.

Bildnachweis:
©AbsolutVision / Unsplash
©Hendrik Sandmann