Teaser Flirt keine Ansteckung

Mit einem guten Gefühl unterwegs

Das Coronavirus sorgt bei manchen Fahrgästen für Verunsicherung. Grund dafür ist ein vermutetes erhöhtes Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen.

Diese Befürchtung kann aber widerlegt werden, auch wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder mehr Fahrgäste an Bord sind und es enger werden kann.

Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus im ÖPNV ist jedenfalls nicht größer als an anderen öffentlichen Orten. Dies legt das aktuelle und vorab online publizierte Epidemiologische Bulletin des Robert-Koch-Instituts nahe. Es untersucht das Infektionsumfeld von erfassten COVID-19-Ausbrüchen in Deutschland. In der Schlussfolgerung heißt es: „Übertragungen im öffentlichen Bereich (in Verkehrsmitteln, Gaststätten, Hotels) kamen, sicher auch bedingt durch die massiven Gegenmaßnahmen, vergleichsweise deutlich seltener vor.“

Ein Ergebnis, das auch schon von einer anderen Untersuchung bestätigt wurde. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Österreich hat eine Cluster-Analyse zur Nachverfolgung von Infektionsketten durchgeführt. Dabei wurden immerhin bereits im März rund ein Drittel der damals bekannten Infektionen in der Alpenrepublik analysiert, und es konnten keine Fallhäufungen auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgeführt werden.

Eine internationale Studie, die in der medizinischen Fachschrift "The British Medical Journal" veröffentlicht wurde, ging außerdem der Wirksamkeit verschiedener Lock down-Maßnahmen nach. Ergebnis: Anders als Arbeitsplatz- und Schulschließungen oder Versammlungsverbote habe ein mancherorts praktizierter Stopp des öffentlichen Nahverkehrs keinen zusätzlichen Einfluss darauf genommen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Frische Luft an Bord
Virushaltige Partikel in der Luft, sogenannte Aerosole, spielen bei der Ansteckung mit dem Coronavirus eine Rolle – das ist inzwischen gängige Meinung. Da kommt es auf frische Luft an. Unsere modernen Triebfahrzeuge vom Typ FLIRT verfügen über eine außentemperaturgesteuerte Klima- und Lüftungssteuerung, die sicherstellt, dass die Frischluft kontinuierlich und mit geringer Strömungsgeschwindigkeit zugeführt wird, so dass die Aeorosol-Ausbreitung minimiert wird. Dabei wird die Innraumluft innerhalb von weniger als 5 Minuten einmal vollständig umgewälzt. Beim Umwälzen wird 50% der verbrauchten Luft durch frische Luft ausgetauscht. Hinzu kommt der Luftaustausch beim Öffnen der Türen.

Die Maske bleibt ein Muss
Selbstverständlich ist nach wie vor entscheidend, dass die AHA-Regel weiterhin beachtet wird: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken. Die Maske schützt uns und andere, falls im Zug mal nicht ausreichend Abstand eingehalten werden kann. Bitte konsequent und vor allem richtig tragen – Mund und Nase müssen bedeckt sein.

So fahren wir alle gut!