Es wurde ein Krisenstab einberufen, der die Gesamtsituation und Lage an den einzelnen Strecken fortlaufend beobachtet und analysiert hat. Außerdem wurden die Teams in den Leitstellen und der Notdienst verstärkt. Ob ein sicherer Betrieb von Zügen möglich ist, hängt von der Befahrbarkeit einer Strecke ab. Und die war vielerorts nicht gegeben. Schneefälle und aufkommender Sturm haben Schneeverwehungen auf den Gleisen verursacht, zahlreiche Weichen waren festgefroren – da ging dann nichts. Die nordbahn- Züge, die in der zugeschneiten Anlage in Hamburg-Altona abgestellt waren, konnten nicht „befreit“ und eingesetzt werden.
Wenn sich an einem Bahnhof vielleicht der Eindruck vermittelt hat: „Ist doch gar nicht schlimm, es fällt ja kaum eine Flocke Schnee“, sah es auf der Strecke mit vielen umliegenden Freiflächen ganz anders aus. Sehr anschaulich vermittelt das ein Beitrag des Schleswig-Holstein Magazins vom vergangenen Samstag zum Einsatz der Schneefräse auf ihrem Weg in Richtung Lindaunis-Brücke.
Erst wenn gewährleistet ist, dass eine Strecke wieder sicher zu befahren ist, können dort Züge verkehren. Dazu ist eine Freigabe durch den Infrastrukturbetreiber erforderlich, der auch die Schneeräumung vornimmt. Auch wenn wir in Abstimmung mit der DB InfraGo waren, konnte die nordbahn auf den Zeitplan der Räumungsarbeiten keinen Einfluss nehmen. Zusätzlich wurden auf einigen Linien auch eigene Züge zur Erkundung losgeschickt. Bei allen Entscheidungen steht die Sicherheit unserer Fahrgäste im Fokus. Wenn ein Zug auf freier Strecke steckenbleiben sollte, kann eine Evakuierung sehr problematisch werden, weil Straßen und Zufahrtswege genauso stark von den Witterungsverhältnissen betroffen sind. Wo es möglich war und Strecken wieder freigegeben wurden, haben wir so schnell wie möglich den Betrieb aufgenommen.
Zum Glück ist die ganz große Wetter-Katastrophe ausgeblieben und wir sind froh, dass durch umsichtiges Handeln niemand zu Schaden gekommen ist.